Das Match vor dem Arbeiterhaus

Wobei Johanna war 1.80 groß, doch sie wollte ihn eigentlich nur weil er sich alles gefallen ließ, Stoffstreifen in die Haare binden und Jacky hatte ein Auto. Ich zwar auch doch ich schmachtete Bettina an, na ja Freundes Ehre eben. Niemals die Frau des Freundes anbaggern. Doch das war alles Jahre, Jahre später. Bestimmt jedoch eine Auswirkung unserer Erziehung.

Christine, war die 2, Jüngste aus der Merle Familie, aus dem Arbeiterhaus. Die Merle Familie bestand aus insgesamt 8 Kinder. 2 Jungen 6 Mädchen Johann, Alfred, Paula, Gertrude, Andrea, Margarete, Christine, Sabine die Jüngste.

Dann gab es diese herrlichen Nachmittage, wo die Männer von der Arbeit heimkamen und wir mit ihnen im Hof des Arbeiterhauses Fußball spielten. Es gab ein Tor, das war eigentlich dazu da um daran die Teppiche zu klopfen. Doch an einem Freitagnachmittag konnte es schon vorkommen, das die Väter der Familien mal nicht zu müde von den Schichten waren und sich in unsere Spiele einmischten.

Dann entstand ohne großes Überlegen wer zu wem gehörte, 2 Mannschaften und wir spielen auf ein Tor, Jacky, ich achtete trotzdem immer darauf in der anderen Mannschaft zu sein wie er, einfach weil es lustiger war über ihn zu siegen. Er ärgerte sich, das war unglaublich. Da entstand auch schon mal ein richtiger Spuckeschwal vor seinem Mund, was mich dann immer noch mehr motivierte ein Tor gegen ihn zu schießen. Er der ja klarerweise mit seinem Dress, seinem grün weißen Rapid Dress auf das Spielfeld, Schotter, Erde, Ziegelstaub, lief.

Dann waren da noch die Zuschauer. Die Mutter der Familie Merle, strickend auf der Bank vor dem Eingang zur Wohnung der Merle Familie. Janosch Patschi auf seiner Bank vor seiner Wohnung. Einen Stock zwischen den Beinen auf die er seine Hände lag. In der einen eine dicke brennende Zigarre die über den ganzen Hof hinweg stank. Doch es war auch ein heimeliger Duft. Dann natürlich ganz Rechts, Jackys Mutter. Minirock, geschminkt, und sich an die Wand neben der Eingangstür zu der Tausch Wohnung gelehnt. Ein Bein durchgestreckt das andere leicht abgewinkelt. Lange schwarze Haare zu einem kunstvollen Zopf zusammengebunden.

Auf dem Spielfeld, ich, Christine und der Merle Vater, die Gegner, Jacky, sein Vater, Alfred und das grün weiße Trikot natürlich. Schon lief Jacky mit seinem neuen Lederball in die Mitte des Spielfeldes, schrie rum ihr seit die Mannschaft von Frankreich und wir sind Rapid. Legte den Ball irgendwie, irgendwo in die Mitte des Hof Spielplatzes und trat schon auf ihn ein. Der Ball landete bei seinem Vater, den stieß nicht mit viel Rücksicht der Merle Vater an und bekam so den Ball den er mir zuschoss, ich gab an Christine – dem 8 jährigen Mädchen, weiter und diese knallhart mit ihren rosa Sandalen am Tormann – Jacky vorbei ins Tor.

Ich lief auf Christine zu und schrie laut – 1:0 immer und immer wieder sie freute sich, genoss sichtlich im Mittelpunkt zu stehen. Das war abseits, schrie Jacky, lief nach seinem Ball und hin zu seiner Mutter. Sah sie an. Das war natürlich der totale Niedergang, das Christine ihm ein Tor geschossen hatte. Noch dazu wo ich es so ausgiebig feierte mit ihr. Schaum vor dem Mund von Jacky war die Lösung. Alfred rief was wie, he du Affe spielen wir jetzt weiter. Alfred redete nicht viel wie gesagt aber wenn dann Worte wie, Arschloch,Trottel, kann ich nicht, kenne ich nicht, will ich nicht, Affe, Idiot.

Der Vater von Jacky, ging rüber nahm seinen Sohn den Ball weg und wir spielten weiter. Am Ende stand es 10:8 für uns. Christine habe ich noch ein paar Tore vorgelegt. Ich mochte das, ein Mädchen zu forcieren. Ich mochte das, zu zeigen das auch Mädchen was drauf haben. Keine Ahnung wieso. Das mochte ich immer.

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