Andere Menschen und ich

Meine Jugendzeit, besser wäre meine Jungen Zeit. Sie hat viel mit andere Menschen zu tun und ich freue mich es zu erinnern. Aufgewachsen bin ich mit dem Namen Ronald von Eisenberg.

Damals auf der Bank vom Janosch Patschi, soll soviel heißen wie Janosch Papa.

Er war ein alter mystischer Mann für mich. Gleich neben dem Eingang zum Arbeiterhaus, wo all meine Bekannten und Freunde wohnten.

Andere Menschen und ich.

Auch die Nachbarn meine Nachbarn, waren andere Menschen. Andere als die Leute, gleich neben unserem Haus.

Doch was bedeutet es, klar alle sind andere Menschen als ich. Doch anderes anderes, es ist eher ein Gefühl als etwas das wissbar ist. Später begegnete ich Menschen die waren nicht so anders für mich. Das machte mir, dann auch klar was mit diesem Anderes gemeint war von klein auf. Es war die verkehrte Welt.

Die Blindman’s. Manfred. Ich habe keine Ahnung was das für Leute waren. Doch sie hatten diesen riesigen Hund, der durch den Hof schlich. Den ich oft besuchte und bewunderte wie groß er war. Eingesperrt in diese Betonlandschaft mit einem hohen Gitterzaun drum herum. Gefüllt mit Kraft, Stärke, eingeschlossen in diesen Zaun, in dieses Gefängnis. Welche Straftat hatte er wohl begangen. Keine er war ein Hund. Oftmals jetzt wo ich an die Leute denke, denke ich mit berechtigtem Hass an die Menschen.

Der Anton Blindmann.

Welch komischer Mensch das doch war. Wie oft er freundlich tat und dann aus den unmöglichsten Gründen einen Streit mit meinen Eltern vom Zaun brach. Ja vom nachbarschaftlichen Zaun. Nein mit diesen Menschen wollte ich nichts zu tun haben. Die alte Frau Blindmann, die Oma, die war nett. Die hat glaube ich mit 100 Jahren noch Salat gepflanzt, was sie ihr ganzes Leben getan hatte.

Auch meine Mutter hat das getan.

Oft habe ich ihr im Garten geholfen. Eher mehr aus dem Grund weil sie mir dann Geschichten erzählt hat. Geschichten von ihren Eltern. Von meinen Großeltern die ich niemals gesehen habe oder gespürt habe. Auf deren Schoss ich niemals gesessen bin. Von meinem Onkel aus Kanada. Otto. Onkel Otto. Er war mein insgeheimer Held.

Auch die Arme meines Großvaters väterlicherseits habe ich nie gefühlt. Er ist angeblich 3 Jahre vor meiner Geburt gestorben. Den Tod meiner Großmutter väterlicherseits, Anna, bekam ich auch kaum mit ich war noch ganz ganz klein. Doch eines habe ich mitbekommen ihren einzigen letzten Wunsch in diesem Leben, bringt ihn raus, dabei zeigte sie mit ihren knochigen alten kranken Finger auf mich.

Nicht dazu gehören,

wenn ein Mensch der Familie stirbt. So klein das ich noch immer darauf gehofft hatte mehr zu sein als ein kalter Knäuel Mensch der meiner Mutter dadurch die Liebe einschießen ließ weil ich kalt war. Ganz und gar ein Mensch der grade mal das Glück hatte eine körperliche Unzulänglichkeit, Kälte, es verdankt geliebt zu werden.

Mit einem Geburtstag an einem Tag wo die Menschen der toten Menschen gedenken. Wo die Verwandten ins Haus kommen, sich für den Tod interessieren und nicht für meinen Geburtstag. Trotzdem sind Menschen im Haus. Wegen dem Tod. Alle erfreuen sich an dem Umstand noch am Leben zu sein und nicht in diesem Grab zu liegen wo die Oma und der Opa liegen. Grabpflege war auch etwas wo mir meine Mutter und meinem Vater manches mal das eine oder andere erzählt hatten. Genauso wie sie mir Geschichten erzählte  als ich krank war und im Bett lag, ihr zuhörte und es genoss ihre Nähe zu spüren. Ihre Nähe mal nur ganz für mich alleine zu haben.

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